Anwendungen Lichtmessgeräte

Überblick

Seit einigen Jahren werden im Showbusiness sogenannte Audience-Scanning-Lasershows eingesetzt. Dies ist mit einem erhöhten Risiko von Augenschäden für das Publikum verbunden. Lichtmesser helfen, dieses Risiko zu minimieren, und es gibt viele weitere Anwendungen ...

Inhaltsverzeichns: Light measurement applications

Sicherheit bei Audience Scanning Lasershows

Seit einigen Jahren kommen immer häufiger so genannte Audience Scanning Lasershows, bei denen das Publikum mit einbezogen wird, im Showbusiness zum Einsatz. Damit einher geht ein erhöhtes Risiko für Schädigungen der Augen beim Publikum.

Um dies zu kontrollieren gibt es Lichtmessgeräte, mit denen sich in kurzer Zeit die Belichtungshöchstwerte von Lasern aller Farben messen und darstellen lassen, ohne dass das Gerät für jede Messung umgebaut werden muss.

Audience Scanning Lasershows tauchen das Publikum in Licht unterschiedlicher Farben und Formen (Laserstrahlen, Kegel, Fächer, Wellen etc.), wobei der Laserstrahl tatsächlich die Menschen berührt. Das Publikum kann also mit dem Licht interagieren, was häufig als sehr intensiv und beeindruckend empfunden wird.

Beim Audience Scanning wird das Laserlicht entweder von Decken und Wänden reflektiert, oder direkt auf das Publikum bzw. die Bühne und den Künstler gerichtet. Egal wohin der Strahl auch gelenkt ist, es besteht in jedem Fall ein Risiko für die Augen.

Die EU-Norm EN 60825-1:2014 ist die strengste Vorschrift, die sich mit der Sicherheit solcher Systeme befasst.  Sie verlangt, dass alle Anwender vollständig geschult und alle Systeme auf ihre Sicherheit getestet werden. In der Norm wird die maximale Bestrahlungszeit der Hornhaut durch einen gebündelt Laserstrahl (MPE) bestimmt.

 

Tests an Endoskopen und faseroptischen Lichtsystemen

Die Fehleranalyse an Endoskopen und anderen faseroptischen Lichtsystemen wurde bisher als sehr schwierig angesehen. Deshalb wurden solche Geräte für  Untersuchung, Reparatur, Service oder Austausch meistens an zertifizierte Labore geschickt. Häufig wurden teure Komponenten einfach ausgetauscht, wenn Testsysteme nicht verfügbar oder schlicht zu teuer waren.

Wir bieten eine Auswahl tragbarer Lichtmessgeräte, mit denen sich faseroptische Beleuchtungssysteme testen lassen wie Endoskope, Laparoskope, Zystoskope, Mikroskopbeleuchtungen, UV-Quellen zum Punkthärten und viele mehr. Mit unseren Lichtmessgeräten lässt sich nicht nur die Fasern testen sondern auch die Lichtquelle selbst.

UV-Entkeimung

Keimtötende Radiometer ermöglichen das Testen der effektiven keimtötenden UV-Bestrahlungsstärke der meisten kurzwelligen UV- (UV-C) Quellen. Dies umfasst Ozon-produzierende und nicht-Ozon-produzierende, Nieder- und Hochdruck-Quecksilber-Lampen, Xenon-Lampen und UV-LEDs.

UV-Licht wird in drei unterschiedliche Wellenlängenbereiche eingeteilt (ISO-21348):

    UV-A: 315 nm - 400 nm

    UV-B: 280 nm - 315 nm

    UV-C: 100 nm - 280 nm

UV-Entkeimung (typischerweise UV-C) kann sowohl in Luft, Wasser als auch auf Oberflächen angewandt werden.

Bestrahlung mit keimtötendem UV-Licht (UVGI) ersetzt zunehmend herkömmliche Desinfektionsmethoden.

Die Desinfektion mit Hilfe von UV-Licht wird weltweit immer häufiger in Lebensmittel- und Pharmaindustrie, Gastronomie und im medizinischen Bereich verwendet. Verglichen mit zeitaufwändigeren und teureren Methoden, die momentan noch den Standard bilden (z. B. chemisch, mit Dampf oder Hitze), ist UVGI deutlich vielseitiger, einfacher anzuwenden und vor allem kostengünstiger.

UV-Licht

UV-Bestrahlung tötet eine Vielzahl an Mikroben durch Aufbrechen der Molekülbindungen, die die DNA des jeweiligen Organismus zusammenhalten.  Dieser Effekt wird am ehesten bei 263 nm erreicht. Die am häufigsten verwendeten Lichtquellen haben Peaks zwischen 250 und 285 nm mit sowohl schmal- als auch breitbandigen Outputs.

Mitteldruck UV-Lampen werden typischerweise bei Anwendungen eingesetzt, die UV-Bestrahlung mit hohem Intensitäten erfordern. Die große Anzahl an LEDs oder Quecksilber-Lampen, die benötigt werden, um solche Intensitäten zu erreichen, z. B. in großen Wasseraufbereitungsanlagen, sind sehr teuer und brauchen viel Platz.

Für Entkeimungsanwendungen mit geringer oder mittlerer Intensität, z. B. in der Lebensmittelverarbeitung, bei der Wasseraufbereitung oder im medizinischen Bereich, werden wegen der geringen Kosten häufig günstige Niederdruck-Quecksilberlampen verwendet, die ca. 93 % ihres Outputs bei 254 nm emittieren.

Verbesserungen bei der Flussdichte von UV-LEDs, ihrer Stabilität und Lebenszeit haben dazu geführt, dass UV-LEDs mehr und mehr herkömmliche UV-Lichtquellen wie Quecksilber-Bogenlampen, Heiss- und Kaltkathodenlampen und Rasterleuchten ablösen. Abgesehen davon sind UV-LEDs deutlich umweltfreundlicher, da sie weder Quecksilber enthalten noch Ozon produzieren und weit weniger Energie verbrauchen.

Laserleistungsmessung

Laserleistungsmessgeräte sind für einfache Laserleistungsmessungen im VIS und IR konzipiert. Sie sind einfach in der Anwendung und können auch von nicht technisch ausgebildetem Personal verwendet werden.

LED Messungen und Charakterisierung

Herausforderungen bei LED Messungen

LED-Technologie wird in der Beleuchtungsindustrie immer beliebter; speziell bei Anwendungen die Output im Bereich UV - NIR benötigen. Im Vergleich sind LEDs normalerweise kleiner, haben eine höhere Effizienz, bessere Farbgenauigkeit und Ansprechzeit und eine längere Lebensdauer. In Bezug auf Farbtemperatur-Wiederholbarkeit, Spektrum, Peak-Wellenlänge und Intensität können sie jedoch oft nicht mithalten. Der Einsatz von einfach zu bedienenden und genauen Messgeräten wird dadurch umso wichtiger.

Messungen von geringen Lichtstärken

Für Messungen von geringen Lichtstärken sind ein PMD-Sensor und sehr empfindliche Belichtungsmesser notwendig, die auch sehr schwache Ströme und Spannungen messen können. Unsere Systeme kombinieren einen PMD-Sensor von Hamamatsu und ein sehr kleines Netzteil mit Filtern und Optiken in einem kompakten Gehäuse. Damit lassen sich Messungen bis hinunter zu Nanolux und fW/cm2 über den Bereich 250 - 780 nm durchführen.

Risiken durch optische Strahlung

Sowohl wegen ihrer positiven Wirkungen als auch wegen der mit ihnen verbundenen potentiellen Risiken, interessieren sich Hygienetechniker, Sicherheitsbeauftragte und Gesundheitsbehörden für Lichtquellen, die optische Strahlung abgeben. Unsere Test- und Messgeräte basieren auf EU-Richtlinie 2006/25/EC.

Viele optische Lichtquellen können eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Laser, Kopiergeräte und Infrarot-Lampen sind nur einige weit verbreitete optische Strahlungsquellen. Während die meisten Menschen sich der Gefahr durchaus bewusst ist, die von einem längeren Aufenthalt in der Sonne ausgeht, wissen viele nicht, dass die Gefahr, die von der Strahlung der oben genannten Gegenstände ausgeht, ebenso groß sein kann.

Künstliche UV-Strahlung wird verwendet zum Fotoätzen, Aushärten von Klebstoffen, Farben und Beschichtungen, Luft- und Wassersterilisation, kontrolliertes Pflanzenwachstum und vieles mehr. Sie ist für das menschliche Auge nicht sichtbar und der Schaden, den sie verursachen kann, wird unter Umständen erst erkannt, wenn es zu spät ist. Künstliche Lichtquellen können UV-Level emittieren, die das der Sonne um ein Vielfaches übersteigen und dadurch mehr Schäden in kürzerer Zeit verursachen.

Laser, wie sie in fast jedem Haushalt oder Büro vorkommen (CD- oder DVD-Spieler, Messgeräte, auch Lasercutter oder simple Laserpointer), können große Mengen optischer Energie auf einen winzigen Spot fokussieren, wodurch es zu Schädigungen am menschlichen Auge oder auf der Haut kommen kann.

Selbst kleinere und weniger fokussierte Strahlen stellen ein potentielles Risiko dar. Mögliche Schädigungen können sein: Rötungen der Haut, aktinische Keratose („Schneeblindheit“), Hautkrebs, Vitiligo („Weißfleckenkrankheit“), Bindehautentzündung und temporärer Verlust der Sehkraft. Langfristig können auch schwache Lichtquellen zu grauem Star, Erblindung oder Krebs führen.

All diese Risiken müssen bedacht werden, und die Sicherheit der damit arbeitenden Personen muss jederzeit gewährleistet sein. Hygienebeauftragte in der Industrie, Sicherheitsingenieure und Mitarbeiter in den Gesundheitsbehörden müssen die Sicherheit und Gesundheit des Menschen gegen die Vorteile, die solche Lichtquellen bieten, abwägen. Die Risiken können leicht eingeschätzt werden, indem man den Lichtoutput misst und mit den in internationalen Normen angegebenen akzeptierten Höchstwerten vergleicht.

Photodynamische Therapie

Phototherapie wird definiert als Behandlung von medizinischen, psychologischen oder kosmetischen Beschwerden durch Lichteinwirkung. Photodynamische Therapie (PDT) ist eine spezielle Art der Phototherapie, bei der Photosensibilisatoren zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden. Photosensibilisatoren sind chemische Substanzen, die die Sensibilität eines Organismus gegenüber Lichteinstrahlung erhöhen, indem sie auf die Belichtung reagieren.

Bei der Reaktion entsteht ein Nebenprodukt. Das Nebenprodukt wiederum reagiert mit den unerwünschten Gewebezellen und stellt so eine Art Behandlung dar.

Die genaue Kontrolle der Lichtquelle und der Belichtung selbst sind für eine erfolgreiche Behandlung unerlässlich.

PDT Photosensibilisatoren wurden speziell entwickelt, um von den schnell wachsenden Zellen (z. B. Krebszellen) angezogen oder absorbiert zu werden. Sie können entweder oral oder intravenös verabreicht oder sogar direkt auf die betroffene Stelle appliziert werden. Sobald der Photosensibilisator seinen Zielort erreicht hat, wird er Licht einer spezifischen Wellenlänge ausgesetzt. Das startet eine Reihe von Reaktionen im Photosensibilisator und führt zur Entstehung eines chemisch aggressiven Singulett-Sauerstoffs, der die unerwünschten Zellen schädigt. Dies passiert ausschließlich an den Stellen, wo sich der Photosensibilisator befindet und wo er der PDT-Lichtquelle ausgesetzt ist.

Die Mobilität der Photosensibilisatoren kann durch Verändern der Applikationsmethode angepasst werden. Zellen können so direkt adressiert werden,  und unerwünschte Schädigungen des umliegenden Gewebes lassen sich  vermeiden.

Wegen ihrer hohen Präzision kommen dafür häufig Laser zum Einsatz. Diese haben einen stark fokussierten Output im sichtbaren Bereich, welches der am häufigsten verwendete Wellenlängenbereich in der PDT ist. Wird ein breiteres Spektralband benötigt, oder eine Wellenlänge, die der Laser nicht erzeugen kann, kommen andere Arten von Lichtquellen zum Einsatz. Deren Output wird mit Hilfe von Faseroptiken an den Zielort gebracht.

Messen von Lichtquellen für die Photodynamische Therapie

Um unerwünschte Beschädigung an Gewebe zu vermeiden, und gleichzeitig die Effektivität der Behandlung zu gewährleisten, ist es unerlässlich, die Lichteinwirkung durch die PDT-Quelle genau zu beobachten.

Photometrie

Die einzigartige visuelle Wahrnehmung von uns Menschen stellt dabei große Anforderungen an die Lichtmesstechniken.

Der sichtbare Bereich des elektromagnetischen Spektrums, auch optisches Spektrum genannt, umfasst den Wellenlängenbereich ca. 400 - 700 nm. Darin sind fast alle Farben enthalten, die das menschliche Auge erfassen kann. Allerdings ist das Auge nicht für alle Wellen­längen gleich empfindlich. Unter normalen Bedingungen ist es für grün bei 555 nm empfänglicher als für andere Wellenlängen. Eine Mess­ung der menschlichen Lichtwahrnehmung wird dadurch erschwert, dass jeder Mensch Farben individuell unterscheidet und beschreibt. Falls eine Methode zum Messen von Licht oder zum Reproduzieren seiner Farbe entwickelt würde, benötigte man dafür eine Zu­samm­en­fassung der durchschnittlichen menschlichen Wahrnehmung von Licht.

Photo-Lithographie

Fotoresist oder Fotolack ist eine lichtempfindliche Substanz, die in UV-Licht unlöslich wird. Er wird verwendet um Oberflächen oder Substrate zu beschichten. Diese Fotolack-Schicht wird dann dem Licht eines bestimmten Wellenbandes ausgesetzt unter dem sie sich verändert. Diese Ver­än­de­rung bedeutet, der Lack wird entweder löslich oder unlöslich für eine andere chemische Substanz, dem Entwickler, mit dem sie anschließend überspült wird.

Der nach dem Entwicklungsvorgang verbleibende Fotolack wird entweder weggespült oder bleibt bestehen. Das so entstehende Muster kann für weitere Prozesse wie chemisches Ätzen, Gravieren oder Lithographie verwendet werden.

Fotoresist wird in vielen Technologien eingesetzt, z. B. Mikromaterialbearbeitung oder Leiterplattenindustrie, wo das entstehende Muster das Layout für die Leiterplattenbahnen bildet.
Auch in der Halbleiterindustrie werden Fotolacke eingesetzt. Auch hier werden mit ihrer Hilfe Mikrostrukturen geschaffen, die winzige Leitungen auf den Halbleiterplatinen formen. Zu guter Letzt werden Fotolacke in der Biomedizin und Holographie verwendet.

Die Belichtung von Fotolack genau zu kontrollieren ist wichtig, um Produktionsprozesse nicht zu gefährden.

Um einer Vielzahl an Anwendungen Rechnung zu tragen, gibt es viele verschiedene Sorten Fotolack. Das Aktionsspektrum kann dabei von einem zum nächsten abweichen. Um eine Unter- oder Überbelichtung des Fotolacks zu vermeiden, müssen sowohl die Lichtintensität als auch die Belichtungszeit während der Produktionsprozesse sorgfältig kontrolliert werden.

Photostabilitätsmessungen

Photostabilitätstests

Photostabilität wird unter genau kontrollierten Bedingungen getestet. Häufig werden die genauen Belichtungslevels, denen ein Produkt voraussichtlich ausgesetzt sein wird, in einer abgeschlossenen Kammer nachgestellt.  Die Lichtstärken, die in Photostabilitätstests ver­wen­det werden, sind hoch genug, um die Belichtungseffekte von Stunden, Tagen, Wochen oder sogar Jahren in der Testkammer auf Sekunden, Minuten oder Stunden zu beschleunigen.

Die Expositionsniveaus werden entweder durch eingebaute oder externe Messgeräte überwacht. Externe Geräte werden typischerweise in der Pharmazie sowie der Farb- und Lackindustrie eingesetzt. Sie ermöglichen schnelle, präzise Photostabilitätstests unter Labor­be­ding­ungen.

Dabei kommen hauptsächlich der sichtbare und UV-A Bereich zum Einsatz. Dies sind die Hauptbereiche in Sonnenlicht sowie in typischer Innenbeleuchtung.

Ähnliche Tests können auch z. B. in Museen verwendet werden, um photosensitive Farben und Pigmente an Kunstwerken zu schützen, welche durch Lichteinwirkung über die Zeit degradieren, was unter Umständen teure und irreparable Schäden hervorrufen kann. Wenn eine Belichtung zwar notwendig ist, aber zu Materialschäden führt, muss der Prozess sorgfältig kontrolliert werden. Dafür können z. B. verschiedene Filter eingesetzt (UV, VIS) oder die Belichtungszeiten von vornherein begrenzt werden.

Forced Degradation Tests

Forced Degradation („erzwungener Abbau“) Tests untersuchen die Abbauvorgänge von neuen Medikamenten, medizinischen Produkten und/oder medizinischen Verpackungen unter extremen Bedingungen, wie sie unter normalen Umständen nicht vorkommen. Mit Hilfe dieser Tests erhält man tiefer gehende Informationen über das chemische Verhalten der Moleküle und der Abbauwege. Außerdem erlauben sie die Überwachung und Verbesserung der Entwicklungsprozesse von Rezepten und Verpackungen. ILT bieten eine ganze Reihe Lichtmessgeräte zur lückenlosen Kontrolle von Lichtbedingungen während Forced Degradation Tests für pharmazeutische Anwendungen sowie Photostabilitätstests bei Textilien, Geweben und Kunststoffen.

Lichtmessinstrumente für Photostabilität und Photodegradation

Im gleichen Maße wie die Sorge um die negativen Effekte von Lichteinwirkung auf photosensitive Objekte oder Substanzen wächst, wächst auch der Bedarf an hochpräzisen und wiederholbaren Messungen.

Bei uns finden Sie ILTs komplette Reihe an hochgenauen und kostengünstigen Lichtmessgeräten für anspruchsvolle Photostabilitäts- und Forced Degradation Tests.

Phototherapie

Licht wird bereits seit der Antike für medizinische Behandlungen genutzt.

Die Wurzeln der Phototherapie, auch Lichttherapie genannt, liegen in der Antike. Die Behandlung von Krankheiten mit Licht wird zuerst für Indien in der Zeit um 1400 v. Chr. erwähnt.  Damals wurden Menschen, die an Vitiligo litten (einer Hautkrankheit die zum Verlust von Pigmenten führt), der Sonne ausgesetzt, nachdem man ihnen ein Photosensibilisatoren enthaltendes Pflanzenextrakt verabreicht hatte. In den Jahrhunderten danach hat die Wissenschaft diese ersten Ansätze in anspruchsvolle Therapieformen überführt, die inzwischen in verschieden Anwendungsfeldern wie Medizin, Psychologie und Kosmetik weit verbreitet sind.

Phototherapie bietet viele Vorteile, muss dabei jedoch sorgfältig kontrolliert werden.

Phototherapie hält für Mediziner und Patienten viele neue Heilungsmöglichkeiten für schwierige chronische Leiden bereit, wie z. B. Dermatitis, Schuppenflechte, Vitiligo („Weißfleckenkrankheit“), Neugeborenen-Gelbsucht und Mycosis Fungoides.

Die Behandlung mit Phototherapie ist häufig günstiger und schneller als herkömmliche Therapien. Dabei ist sie ähnlich effektiv oder sogar effektiver. Es werden zudem immer bessere Phototherapie-Systeme entwickelt, speziell im Bereich schmalbandiges UVB. Diese Systeme liefern die benötigte Belichtung in kürzester Zeit, so dass  Phototherapie für Ärzte und Patienten noch attraktiver wird. Kleine, tragbare, und sichere Phototherapie-Lichtquellen ermöglichen es inzwischen sogar, dass Patienten sich Zuhause selbst behandeln. Dennoch müssen sowohl die Belichtungszeit als auch die emittierte Wellenlänge streng kontrolliert werden, um mögliche Risiken zu vermeiden.

Pflanzen-Photobiologie

Genaueste Messungen gewährleisten die notwendigen Spektralbereiche.

Das Zusammenspiel von Licht und Pflanzenwachstum (Photobiologie) ist eine Wissenschaft für sich. Verschiedene Pflanzenpigmente wie Chlorophyll, Carotinoide und Xanthophyll sind daran beteiligt. Sie transmittieren, reflektieren oder absorbieren Energie verschiedener Wellen­längen, die dann zur Photosynthese verwendet werden.

Photosynthese ist jedoch nicht das Einzige, was in der Pflanzenproduktion bedacht werden muss. Weitere wichtige Aspekte sind Biomasse, Blüten, Färbung, Geschmack, Wurzelwachstum, Heilwirkung und einiges mehr. Alles in allem gibt es große Unterschiede hinsichtlich des Lichtspektrums und der Anforderungen an die Intensität, wenn man die verschiedenen Spezies und die gewünschten Auswirkungen vergleicht (Stamm und Blattwachstum, Samenkeimung, Fruchtbildung, etc.)

Photorezeptoren für Photosynthese sind am effizientesten im blauen (400 - 500 nm) und roten (600 - 700 nm) Bereich des Spektrums. Bei vielen Pflanzen ist der dunkelrote Bereich (700 - 800 nm) wichtig für die Blütenbildung. Ein Großteil des grünen Bereichs (500 - 600 nm) wird reflektiert. Dennoch wird er als hilfreich angesehen zum Farb- und Fotoschutz von Carotinoiden und Lycopinen. Ultraviolette Strahlung (UVB: 280-315 nm; UVA:  315 - 400 nm) ist wichtig für die Produktion von Phenolen, Anthocyanen (Farbe), Antioxidantien und Vitaminen, die Schimmelwachstum blockieren.

Bei geeigneter Lichtintensität kann also das gesamte sichtbare Spektrum von 350 - 780 nm für Pflanzenwachstum nützlich sein. Ein angemessenes Verhältnis zwischen rotem und blauem Licht in Verbindung mit dem richtigen Anteil an dunkelrot und grün und kleinen Anteilen UV-Licht ist meistens der beste Mix. Wichtig ist es, den am besten passenden Wellenlängenbereich und die geeignetste Intensität für das jeweilige Stadium des Pflanzenwachstums verfügbar zu machen.

Radiometrie

Radiometrie ist die Erkennung und Messung von elektromagnetischer Strahlung (UV, VIS und IR) Alle Lichtmessungen fallen in die Kategorie Radiometrie. Photometrie stellt eine Unterkategorie dar, die Licht so misst wie es vom menschlichen Auge wahrgenommen wird.

Lichtmanipulation für präzisere Messungen

Lichtwellen verhalten sich wie alle elektromagnetischen Wellen indem sie miteinander interferieren, polarisiert werden oder sich beugen, wenn sie auf eine Kante treffen. Aufgrund dieser Eigenschaften kann man sie auch manipulieren um ihre Amplitude zu vergrößern oder zu verkleinern oder die Wellenlänge/das Wellenband durch Eingangsoptiken wie Filter, Spiegel, Linsen, Prismen oder Gitter zu filtern.

Es ist daher sinnvoll einen Detektor so anzupassen, dass er zu einer bestimmten Anwendung passt.

Beim Durchführen radiometrischer Messungen mit Silizium-Photodioden, wird ein flacher, spektral empfindlicher Response-Filter verwendet, um die natürliche Empfindlichkeit des Detektors gegenüber dem roten Licht im Gegensatz zum blauen Licht auszugleichen. Dieser flache Response-Filter ermöglicht präzise Lichtmessungen bei einer bestimmten Wellenlängen im Gegensatz zu einer anderen. Das ist besonders nützlich wenn das spektrale Output der Lichtquelle unbekannt ist oder sich abhängig von den Betriebsbedingungen oder Anwendungsanforderungen verändert.

Für den Fall, dass ein bestimmter Anteil des Outputs isoliert werden muss, kann entweder ein Detektor mit einer engeren Response oder ein Bandpassfilter verwendet werden um die Response des Detektors so anzupassen, dass nur der gewünschte Teil des Lichts gemessen wird. Schmalbandige Filter können auch eingesetzt werden um einen sehr schmalen Teil des Lichts, z. B. eine spezielle Quecksilber Emissionslinie, zu isolieren.

Sonnenstrahlung

Sonnensimulatoren haben wie die Sonne einen breiten Output vom UVB bis ins IR.

Die interessanten Bereiche sind UVB, UV-VIS und NIR.

UVB ist ein Band ultravioletter Strahlung mit Wellenlängen von 280 - 315 nm, das von der Sonne produziert wird. UVB bezieht sich auf einen bestimmten Anteil der Sonnenenergie, der die Oberfläche der Erde erreicht.

Diese Art Strahlung ist nur ein kleiner Teil des elektromagnetischen Spektrums, aber sie hat eine ungewöhnlich große photobiologische Wirkung. Sowohl Pflanzen als auch Tiere werden von einem Anstieg der UVB-Strahlung beeinflusst.

UV-Strahlung spielt eine Rolle bei der Zersetzung aller polymeren Materialien und biologischen Systeme. Außerdem fungiert es als keimtötendes Mittel, Fungizid und Bakterizid in landwirtschaftlichen Systemen.

UVB-Strahlung ist verantwortlich für eine große Anzahl gesundheitsschädlicher Effekte, hauptsächlich an Haut (Krebs), Augen (Katarakte) und dem Immunsystem. Mögliche Schäden an den Augen, besonders an der Hornhaut, können durch hohe Mengen an UV-Strahlung entstehen.

UVA/VIS Strahlung, die deutlich weniger gefährlich ist, kann ebenfalls zu Zerfall sowie Haut- und Augenschäden führen.

Auch infrarotes (IR-) Licht kann zu Schäden führen. IR-Strahlung verursacht ernsthafte Augenschäden, vor allem an Netz- und Hornhaut.

UV Härtung

Ein Produkt durch Lichteinwirkung zu Härten, und dabei schnell und wirtschaftlich zu sein erfordert eine sorgfältige Kontrolle der verschiedenen Parameter wie spektraler Output der Lichtquelle, Intensitäten und Belichtungszeiten.

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